Das Lineup

Grundrauschen

Seit der Gründung 2014 ist das kleine Elektro-Baby zum ausgewachsenen Club-Bastard gereift, der jeden Dancefloor zum Schwitzen bringt. Drums, Bass, Sounds. Hier und da flackert ein Vocal-Schnipsel oder eine Hookline auf, die kurz für minimale Abwechslung sorgen. Die Details machen den Unterschied. Wer sich drauf einlässt, taucht in ein ganzes Meer an fein programmierten Drum-Machines und analogen Synth-Schleifen. Performt von drei Musikern, die in den letzten 12 Jahren in diversen Konstellationen auf der Bühne ein gemeinsames Musikverständnis entwickelt haben und nun in aller Ruhe auf die eigenen Stärken setzten. Magisch, auf sterile, clubbige Art.

Robb Johnson and the Irregulars

Aus England kommt Robb Johnson mit seiner Rock-Band The Irregulars. Johnson gilt als einer der besten Songwriter, die derzeit in Großbritannien tätig sind. „Ein englisches Original“ (The Guardian) … „einer unserer besten Singer-Songwriter aller Zeiten“ (Mike Harding) … ein „renommierter Folk-Punk“ (Time Out). Mit seinem kraftvollen Gitarren-Sound sorgt er dafür, dass die Abteilung Protestsong lebendig bleibt. Immer auf der Seite der Underdogs, die vom Kapitalismus verarscht und geschröpft werden. Robbs Auftritt bei Sounds for Climate unterstreicht, dass unsere Kämpfe international sind: „They got security and border controls / But we got the deep blue sea and we got the souls“.

Guts Pie Earshot

Rein instrumentaler Psychedelic-Dance-Punk. Lediglich mit Cello und Schlagzeug lässt die Musik von Guts Pie Earshot eine einzigartige Atmosphäre entstehen, meilenweit entfernt von der strukturierten Welt des Punk, Rock, Dancefloor oder Drum ’n‘ Bass. Live-Drum-Breakbeats und stakkatoartige Cello-Schläge sorgen für aggressive und straffe Momente, die vor Punk-Energie nur so strotzen, und fangen mit ihren klassischen, orientalisch anmutenden Cello-Melodien die Grooves der Tanzfläche ein. Was dabei entsteht, sind innovative und verspielte Stücke, die dennoch von Schönheit durchdrungen sind – und immer eine sichere Verführung zum Tanzen darstellen.

Camper

CAMPER machen Indie-Pop, und das mit viel Gefühl. Ein Trio mit schrammelig schönen Gitarren, melodiös treibendem Bass und spannend groovenden Drums – und über allem liegt eine Stimme, die hängen bleibt, auch wenn der letzte Ton längst verklungen ist. Ihre Songs bewegen sich zwischen Leichtigkeit und Melancholie: mal tanzbar, mal zum Innehalten, mal Up-Tempo, mal getragene Hymne. Man hört Einflüsse aus britischem Pop, Americana und DIY-Indie, ohne dass es je nach Kopie klingt. Housemartins meet Smashing Pumpkins! CAMPER erzählen Geschichten, die man nicht sofort vergisst – und schreiben Melodien, die einen heimlich begleiten.

FYUS

FYUS machen Musik für kaputte Zeiten. Laut, wütend, verletzlich. Irgendwo zwischen Indierock und Punk, zwischen Abriss und Umarmung. Ihre Songs suchen Hoffnung dort, wo eigentlich keine mehr ist. FYUS wechseln mühelos von brachial zu zerbrechlich, von Wut zu Hoffnung – immer mit voller Intensität. Seit dem DIY-Debüt „Joy In Despair“ (2022) tourt das Trio aus Aachen unermüdlich durch Deutschland. 2025 erschien „heal“. Darauf geht um Alkohol, mentale Gesundheit, Männlichkeit, Protest, Einsamkeit und Verlust – rohe Ehrlichkeit, Selbstkritik und der Versuch, aus all dem Chaos etwas Heilendes zu ziehen. FYUS sind keine Wohlfühlband. Sie sind ein offenes Ventil!

Andere Saiten

Die Anderen Saiten, seit 2010 erprobter Anti-Atom-Demo-Chor, singen heute auch gegen die Klimakatastrophe und gegen die Faschismus-Gefahr an. Vierstimmig! Meist werden politische Texte auf bekannte Lieder gesetzt, um die klare Botschaft zu senden: Eine bessere Welt ist möglich! Im Repertoire sind Songs von den Ärzten und von Alice Cooper („Raus aus der Kohle!“ aka „School’s Out“), aber auch ein umgetexteter traditioneller Vodoo aus Haiti („Kein Mensch ist illegal“). Die Anderen Saiten standen 2019 schon bei der Zugabe von Final Virus mit auf der Sounds-for-Climate-Bühne und begeisterten 2025 auf der S4C-Soliparty.