Aktionskonsens

Das Sounds for Climate – Team hat sich als Arbeitsgruppe des Aachener Hambi-Support-Plenums zusammengefunden mit der Idee, die Anliegen der Klimagerechtigkeitsbewegung mit den kreativen Medien der Musik und der Kunst zu verknüpfen. Das geschieht insbesondere durch das im Jahr 2019 erstmals in Aachen
durchgeführte Sounds for Climate – Musikfestival.

Die Idee entstand aus dem Wunsch, die Erfolge des Rodungsstops im Jahr 2018 im Hambacher Forst und den ungebrochenen,  langjährigen Protest und die Standfestigkeit der Klimagerechtigkeitsbewegung zu feiern – im Bewusstsein, dass damit der Hambi keineswegs gerettet war, vom globalen Klima ganz zu schweigen. Der Kampf um Klimagerechtigkeit wird lang und anstrengend – er braucht auch Impulse des Schöpferischen und der Ausgelassenheit.

Unsere Haltung und die nachhaltige Konzeption der Festivals folgen wissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich der Klimakatastrophe und der daraus resultierenden erforderlichen Maßnahmen.

Wir sind solidarisch mit sämtlichen Gruppierungen, Bündnissen, Vereinen und Einzelpersonen, die sich aktiv für Umweltschutz, Klimagerechtigkeit und Geflüchtete einsetzen, auch wenn sie dabei  Aktionsformen des zivilen Ungehorsams wählen. Eine Zusammenarbeit mit Verschwörungstheoretikern und diverser “Querdenken“-
Gruppierungen, die der extrem rechten Szene und sog. “Reichsbürgern“ sehr nahe
stehen, schließen wir allerdings grundsätzlich aus.

Die Ziele

Die Aufklärung über die  ortschreitende Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und die notwendigen Schritte zu ihrer Eindämmung, die kreative und vernetzende Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz sind die Ziele von Sounds for Climate.

Alle Entscheidungen bezüglich der  Festivalplanung sind auf Umweltfreundlichkeit (Ressourcenschonung, Reduzierung des CO2-Fußabdrucks) ausgerichtet. Durch unser Handeln möchten wir die Klimagerechtigkeits-bewegung in jeder Hinsicht stärken, Vernetzung ermöglichen und Raum für die vielseitigen Facetten des gelebten Umweltschutzes bieten.

Die Klimakatastrophe und die systematische Ausbeutung entzieht einer sehr großen Zahl von Menschen direkt oder indirekt die Lebensgrundlagen und zwingt sie zu Flucht und Migration. Wir wenden uns gegen jede Formen, die von der Klimaerwärmung betroffenen Menschen am Zutritt nach Europa behindern und sie so ihrem Schicksal
überlassen. Die Idee einer sog. „Festung Europa“ lehnen wir ab.

Methoden

Für uns stehen die basisdemokratischen Prinzipien einer gemeinsamen Planung und Entscheidungsfindung an oberster Stelle. Unsere Arbeitsgruppe basiert auf fairem Austausch und auf dem Konsensprinzip. Ideen und Arbeitsschritte werden entweder über regelmäßige Treffen oder über andere Kommunikationswege der Gruppe zugänglich gemacht.

Der gelebte Umweltschutz von Sounds for Climate wird verwirklicht durch regionale und klimaneutrale Anbieter und Produkte, ausschließlich vegane Verpflegung und die bestmögliche Vermeidung von Müll.

Unsere grundsätzliche und politische Ausrichtung ist konsequent ökologisch, antirassistisch und antisexistisch. Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch in jedem Teil der Welt das gleiche Recht auf ein Leben ohne Einschränkungen hat – sei es durch die anthropogene Erderwärmung oder durch politische Verhältnis